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Herzlich willkommen!

Herzlich willkommen auf der Website des Vereins zur Förderung der Barockmusik in Westfalen e.V. und des Ensembles La Fonte

 

Finden Sie Informationen zu unseren diesjährigen Konzertterminen oder genießen Sie noch einmal die Klänge und Impressionen der vergangenen Konzertreihen aus den vergangenen vier Jahren.

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Konzerttermine 2026

Die fünf Konzerte der diesjährigen Spielreihe "Skandal!" finden im Rahmen des Summerwinds-Festivals (Cappenberg, Münster) und des Haydn-Festivals (Brühl) statt.

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Mittwoch,
8. Juli 2026
19:30 Uhr

Klosterkirche
St. Johannes Evangelist

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Donnerstag,
9. Juli 2026
20:00 Uhr

Erbdrostenhof
Münster

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Freitag,
10. Juli 2026
20:00 Uhr

Erbdrostenhof
Münster

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Samstag,
11. Juli 2026
19:30 Uhr

Schloss
Augustusburg, Brühl​

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Sonntag,
12. Juli 2026
19:00 Uhr

Schloss
Augustusburg,
Brühl​

Mitwirkende

Im Barockorchester La Fonte haben sich ausgewiesene Expertinnen und Experten der historischen Aufführungspraxis aus ganz Europa mit langjährigen Erfahrungen in renommierten Ensembles der alten Musik im Sommer 2022 erstmals zusammengetan, um bekannte Werke der großen Komponisten des 18. Jahrhunderts mit frischem Leben zu füllen, wiederentdeckte Werke westfälischer Komponisten kennenzulernen und ungewöhnliche Formate zu entwickeln. Die Programme „Paris!“ 2022, „L’amour?“ 2023, „Liberté!“ 2024, und "London!" 2025 stießen auf großes Publikumsinteresse und wurden von den Zuschauern und der Presse begeistert aufgenommen.

Liberté!: Galerie

Skandal!
Programm 2026 

Dass Musik als öffentliches Medium nie eine unpolitische Kunst gewesen ist, lässt sich nicht erst mit den allgemein bekannten Beispielen für den Missbrauch von Musik als Propagandainstrument in den diktatorischen Regimen des 20. und 21. Jahrhundert belegen. Schon in der Zeit des ausgehenden 18. und frühen 19. Jahrhunderts, die als Geburtsstunde der modernen Demokratien Europas gilt, bildeten spezielle Revolutionsmusiken zur Apotheose der Französischen Revolution und ihrer Ideale treffende Beispiele für die politische Instrumentalisierung von Musik. Dabei nahm die Sinfonie als öffentliche Musikgattung par excellence eine besondere Schlüsselrolle ein, wie sich mit Werken vom Range der Eroica und der IX. Sinfonie Ludwig van Beethovens eindrucksvoll belegen lässt.

Allerdings begann im scheinbar entlegenen Westfalen die Nutzung von Musik als politisches Instrument schon deutlich früher, nämlich noch im Zeitalter des Feudalismus. Das wohl bekannteste Beispiel bildet hier der Steinfurter Bagno-Park, der den Grafen Carl und Ludwig zu Bentheim-Steinfurt als Szenerie für ihre fürstliche Repräsentation, ihre musikalische Selbstdarstellung und ihre subtile Machtausübung als Landesherren diente. Ursprünglich dem Modell der Musikpflege im bürgerlichen Vergnügungspark Vauxhall Gardens in London nachempfunden, gehörten wie dort bei den Konzerten im Bagno (1774-1806) die Sinfonien Joseph Haydns beim Publikum zu den beliebtesten Werken, darunter auch seine Sinfonia Concertante als modernste Repräsentantin der Orchestermusik ihrer Zeit.

Aber auch die Sinfonien des Opernreformers Christoph Willibald Gluck, der in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts als Orpheus seiner Zeit galt, spielten in der Musikpflege des westfälischen Adels eine herausragende Rolle. Besonders verehrt wurden sie von Graf Franz Joseph von Plettenberg (1714-1779), der als Kaiserlicher Kämmerer in Wien begonnen hatte, die Musik Glucks zu sammeln. Die ersten Schritte zur Einrichtung einer Hofmusik auf dem Stammsitz der Familie von Plettenberg, Schloss Nordkirchen, waren noch von seinem Vater Ferdinand (1690-1737) in dessen Zeit als Premierminister des Fürstbischofs und Kurfürsten von Köln, Clemens August von Bayern, initiiert worden. Sie blieben ein Torso, da Ferdinand im Jahre 1733 infolge einer verhängnisvollen Duellaffäre bei Clemens August in Ungnade fiel und damit alle seine Ämter verlor. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten aber enge personelle und musikalische Verbindungen zwischen Nordkirchen und Clemens Augusts Residenz Augustusburg bestanden – zwei von Johann Conrad Schlaun im französischen Stil vollendeten Barockschlössern.

La Fonte nimmt mit seinem Konzertprogramm Skandal! Machtspiele, Intrigen und Triumphe in der Musik Westfalens im 18. Jahrhundert das Spannungsfeld politischer Ränkespiele, adeliger Machtdemonstrationen und kompositorischer Höhepunkte in den Fokus, die für die Musikgeschichte des Westfalens im 18. Jahrhundert typisch gewesen sind. Die dafür ausgewählten Werke sind ebenso fesselnd wie ihre historischen Hintergründe: Als Beispiel sei nur der ästhetische Skandal genannt, der zur fast willkürlichen Entlassung des renommierten Barockflötisten Friedrich Hartmann Graf (1727-1795) am Burgsteinfurter Hof zugunsten weniger bekannter, aber stilistisch moderner komponierender Hofmusiker wie den Kammerassessor Johann August Ludwig Fatken führte.

 

  1. Christoph Willibald Gluck, Sinfonia D-Dur (La Rue 6583) oder Sinfonia F-Dur (La Rue 13507)

  2. Friedrich Hartmann Graf, Konzert für die Traversflöte (D-Dur, Es-Dur, oder G-Dur)

  3. Johann August Ludwig Fatken, Sinfonia Es-Dur No. 2

  4. Joseph Haydn, Sinfonia Concertante B-Dur No. 105, Op. 81

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La Fonte

Barock Lebt! - Verein zur Förderung der Barockmusik in Westfalen e.V.

Ausgewiesene Expertinnen und Experten der historischen Aufführungspraxis aus ganz Europa mit langjährigen Erfahrungen in renommierten Ensembles der alten Musik konnten für das Projekt "London!" im Sommer 2025 gewonnen werden. Sie brennen leidenschaftlich darauf, bekannte Werke der großen Komponisten des 18. Jahrhunderts mit frischem Leben zu füllen, wiederentdeckte Werke westfälischer Komponisten kennenzulernen und ungewöhnliche Formate zu entwickeln.

Der musikalische Leiter und Dirigent Fabrizio Ventura hat eigens für die Konzerte im Sommer 2025 das Barockensemble LA FONTE mit diesen herausragenden Musikerinnen und Musikern zusammengestellt. Die historische Verpflichtung gegenüber seinem Repertoire spiegelt sich im Namen des Ensembles wider. La Fonte verweist auf die Quelle der Musik des Barock und der Klassik in Frankreich und Italien.

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Frühere Konzerte

Im Sommer 2022 formierte sich das Ensemble La Fonte. Im Rahmen des Summerwind-Festivals debütierte das Ensemble mit der Konzertreihe „Paris!“. Unter diesem Titel wurden vergessene Werke aus den Adelshäusern Westfalens zum neuen Leben erweckt. Das Programm inkludierte dabei wichtige Vertreter des Pariser Musiklebens der Barock und Klassik. Darunter Werke von Gossec, Devienne und Haydn. 


Im Jahr 2023 wurde Hochzeit gefeiert. Unter dem Motto "L'amour?" spielte das Ensemble imposante Werke, die die Hochzeiten des europäischen Hochadels im 18. Jahrhundert bereicherten. Zum Leben erweckt wurden Stücke von Klöffler, Fatken und Händel.

In der Spielzeit 2024 wurde virtuose Bläsermusik unter dem Revolutionsruf "Liberté" wiederbelebt. Werke von Masch, Mozart, Cambini und Bach konnten das Publikum im Rahmen des Summerwinds Festivals 2024 begeistern. 

Im vergangenen Jahr lud LA FONTE mit dem Programm „London!“ zu einem musikalischen Spaziergang durch die berühmten englischen Gärten des 18. Jahrhunderts ein und begeisterte das Publikum mit neu zum Leben erweckten Werken von Pleyel, Klöffler und Haydn.

 

Stöbern Sie durch die Programmhefte der letzten Veranstaltungsreihen oder lassen Sie die Konzerte als Video Revue passieren.

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2022

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2023

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Barockmusik in Westfalen

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Die Historie: Westfalen als „Hotspot“ der Musik im Übergang vom Barock zur Klassik

In der Zeit des Barock und der Klassik entwickelte sich an den Residenzen westfälischer Adelsfamilien eine rege Konzertkultur, die sich mit dem in dieser Zeit in Deutschland als Vorbild verstandenen Mannheimer Hof und der großartigen Barockmusik Mitteldeutschlands vergleichen lässt.

Insbesondere die Grafen und späteren Fürsten zu Bentheim mit ihren beiden Linien Steinfurt auf Schloss Burgsteinfurt sowie Tecklenburg auf den Schlössern Hohenlimburg und Rheda, aber auch die Grafen von Plettenberg und die verwandtschaftlich mit ihnen verbundenen Freiherren von Ketteler auf Schloss Nordkirchen und Haus Harkotten waren in Westfalen prägend für das Musikleben dieser Zeit. Heute werden wesentliche Teile der Musikaliensammlungen aus den westfälischen Adelshäusern in der Universitäts- und Landesbibliothek Münster aufbewahrt.

Liberté!: Über uns

Die Idee: Historische Werke klangvoll neu entdecken

Die viel beachtete Konzertreihe „Musik an Westfälischen Adelshöfen“ unter der Leitung des WDR und des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe würdigte die reiche barocke Musiktradition Westfalens bereits in den frühen 90er-Jahren.


Die Erinnerungen an eine glanzvolle Epoche des musikalischen Lebens in Westfalen werden mit „La Fonte“ in das Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt und klingend erfahrbar gemacht. Dazu werden ausgewählte Werke aus den überlieferten Quellen und Notensammlungen aus der Universitäts- und Landesbibliothek in Münster sowie aus Arnsberg und Bad Berleburg wieder spielbar gemacht. Ein Ensemble aus hochrangigen Spezialisten der historischen Aufführungspraxis spielt diese großartige Musik an ihren Orginalschauplätzen.

Die Initiatoren: Münster und die Liebe zur alten Musik

Spiritus Rector der Initiative zur Wiederbelebung der Barockmusik und Klassik westfälischer Adelshöfe ist Fabrizio Ventura, von 2007–2017 Generalmusikdirektor und Chefdirigent des Sinfonieorchesters der Stadt Münster. In dieser Zeit hat er u.a. das Festival MUSICA SACRA MÜNSTER ins Leben gerufen und die Tage der Barockmusik am Theater Münster mit neuen musikalischen Impulsen bereichert. Heute ist er als freier Dirigent und regelmäßiger Gastdirigent u.a. bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik und den Internationalen Händel-Festspielen in Göttingen tätig.

Liberté!: Über uns
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Aus der Vielfalt der überlieferten Musikalien hat der Musikwissenschaftler PD Dr. Daniel Glowotz vom Musikwissenschaftlichen Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität gemeinsam mit Fabrizio Ventura für das Projekt "L´amour - Hochzeitsmusik des westfälischen Hochadels aus dem 18. Jahrhundert" geeignete und thematisch zusammengehörige Werke ausgewählt und diese in moderne Notenschrift übertragen.

In den nächsten Jahren werden die wechselseitigen Bezüge zwischen dem Musikleben an westfälischen Adelshöfen und der Entwicklung der Barockmusik und der Klassik in Europa rekonstruiert. Unterstützt wird diese Initiative von Burkard Rosenberger, der an der Universitäts- und Landesbibliothek Münster als Fachreferent für die Musiksammlungen westfälischer Adelshäuser verantwortlich ist.

Liberté!: Über uns
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Die Förderer

Der im Februar 2022 gegründete Verein zur Förderung der Barockmusik in Westfalen e.V. unterstützt die Projekte und Konzerte des Ensembles LA FONTE organisatorisch und finanziell. Zweck des Vereins ist die wissenschaftlich abgesicherte Erschließung der historischen Musiksammlungen des Barock und angrenzender Musikepochen in Westfalen sowie deren Darbietung in öffentlichen Konzerten.

 

Die Realisierung des ambitionierten Vorhabens wäre nicht möglich ohne das Engagement und die großzügige finanzielle Unterstützung engagierter Förderer, denen wir sehr herzlich danken.

Gefördert durch:

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Der Verein zur Förderung der Barockmusik in Westfalen e. V. erfüllt die satzungsgemäßen Voraussetzungen nach den §§ 51, 59, 60 und 61 AO. Er fördert Kunst und Kultur nach § 52 Abs. 2 Satz 1 Nr. 5 AO und ist berechtigt, für Spenden und Mitgliedsbeiträge Zuwendungsbestätigungen auszustellen.

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Angaben gemäß § 5 TMG

Verein zur Förderung der Barockmusik in Westfalen e.V.

c/o Dr. Heiko Winkler

Dechaneistraße 6
48145 Münster

Vereinsregister: VA 6104

Registergericht: Amtsgericht Münster

 

Vertreten durch:

Prof. Dr. Jörg Becker

Telefon: 0151 52738326 
E-Mail: barocklebt@gmail.com

Redaktionell verantwortlich:

Prof. Dr. Jörg Becker

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48341 Altenberge

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Wir sind nicht bereit oder verpflichtet, an Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen.

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